In the Name of Allah (God) the Most Gracious, the Most Merciful.
quran4theworld
Surah List
Translation of the Holy Qur-an in GERMAN Language

5. Surah Al-Ma"idah (Der Tisch)


Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.

 


1-30 | 31-60 | 61-90 | 91-120

1. O ihr Gläubigen! Haltet alle Verpflichtungen voll und ganz ein! Es ist euch erlaubt, das Herdenvieh (Kamele, Kühe und Schafe) zum Essen zu schlachten. Im Weihezustand bei der Pilgerfahrt (im Bereich des Heiligen Hauses) dürft ihr jedoch nicht jagen. Gott bestimmt, was Er will, weiß Er doch, was für euch das Beste ist.
2. O ihr Gläubigen! Mißachtet nicht Gottes Kultzeichen und den Heiligen Monat, in dem kein Krieg geführt werden darf, den Brauch, bei der Pilgerfahrt Tiere zu verschenken und den Brauch, diese Tiere mit Halsgehängen zu kennzeichnen! Ihr dürft niemanden davon abhalten, sich zum Heiligen Haus zu begeben, um durch Handel Gewinn zu erzielen und durch Andacht Gott zu gefallen. Wenn ihr den Weihezustand beendet habt (und aus dem Bereich des Heiligen Hauses heraus seid), dürft ihr jagen. Ihr dürft euch nicht aus Haß gegenüber den Leuten, die euch einst von der Heiligen Moschee zurückgewiesen haben, dazu verleiten lassen, Übertretungen zu begehen. Helft einander, gute Taten zu vollbringen und Frömmigkeit zu erlangen, nicht jedoch Sünden und Übertretungen zu begehen! Fürchtet Gott, denn Seine Strafe ist überaus schwer!
3. Verboten ist euch folgendes: Verendetes, Blut, Schweinefleisch, in einem anderen Namen als dem Gottes Geschlachtetes, Ersticktes, zu Tode Geschlagenes, zu Tode Gestürztes, zu Tode Gestoßenes, das durch ein wildes Tier Getötete; ausgenommen sind Tiere, die ihr noch lebend erreicht und schlachten könnt. Verboten ist euch auch das auf heidnischen Steinen Geschlachtete. Verboten ist euch, durch Lospfeile zu losen, was Frevel ist. Heute haben die Ungläubigen jegliche Hoffnung aufgegeben, eurer Religion Schaden zuzufügen, so fürchtet sie nicht! Mich allein sollt ihr fürchten. Heute habe Ich eure Religion vervollständigt, Meine Gnade an euch vollendet und euch den Islam als eure Religion vermittelt. Wer sich vor Hunger gezwungen findet, etwas Verbotenes zu essen, ohne vorsätzlich eine Sünde zu beabsichtigen, dem wird Gott verzeihen, ist Er doch voller Vergebung und Barmherzigkeit.
4. Die Gläubigen fragen dich, was ihnen erlaubt sei. Sag ihnen: "Euch ist alles erlaubt, was für den Menschen gut ist. Ihr dürft das Wildbret essen, das die abgerichteten Jagdtiere und -vögel, die ihr durch das euch von Gott gewährte Wissen Fertigkeiten lehrt, euch bringen. Eßt, was sie für euch auf der Jagd fangen, und sprecht dabei den Namen Gottes aus! Haltet Gottes Bestimmungen ein, seid fromm und wißt, daß Gottes Vergeltung nicht auf sich warten läßt!
5. Heute sind euch die guten Dinge erlaubt. Das Essen der Schriftbesitzer ist euch erlaubt, wie euer Essen ihnen erlaubt ist. Ihr dürft freie, ehrbare muslimische Frauen und freie ehrbare Frauen aus den Gemeinden der Schriftbesitzer heiraten, wenn ihr ihnen die ihnen zustehende Morgengabe entrichtet mit der Absicht, eine Ehe zu schließen und nicht uneheliche Verhältnisse zu unterhalten oder Konkubinen zu nehmen. Wer den rechten Glauben verleugnet, dem nützen gute Taten nichts, und am Jüngsten Tag gehört er zu den Verlierern.
6. Ihr Gläubigen! Wenn ihr beabsichtigt, das Gebet zu verrichten, wascht euch das Gesicht, die Hände und die Arme bis zu den Ellbogen und die Füße bis zu den Knöcheln, und streicht euch über den Kopf! Wenn ihr rituell unrein seid, müßt ihr den ganzen Körper waschen. Solltet ihr krank oder auf Reisen sein und kein Wasser finden, um euch nach Verrichtung der Notdurft oder nach dem Geschlechtsverkehr zu waschen, dann sucht reinen Sand oder Staub und streicht euch trocken über Hände und Gesicht! Gott will euch nichts Schwieriges auferlegen, sondern Er will euch läutern und Seine Gunst an euch vollenden, auf daß ihr dankbar seid.
7. Gedenkt der Gunst, die Gott euch erwiesen und der Verpflichtung, die Er euch auferlegt hat, als ihr sagtet: "Wir haben gehört und wir gehorchen" und fürchtet Gott, Der alles weiß, was die Menschen verbergen!
8. O ihr Gläubigen! Haltet Gottes Rechtsbestimmungen ein und seid bei euren Aussagen gerecht! Euer Haß gegen einige Menschen soll euch nicht dazu verleiten, ungerecht zu sein. Seid gerecht, so kommt ihr der Frömmigkeit am nächsten! Fürchtet Gott! Gott weiß genau, was ihr tut.
9. Gott hat denjenigen, die innig glauben und gute Taten vollbringen, Vergebung und überaus hohen Lohn versprochen.
10. Diejenigen, die Gott leugnen und Seinen offenkundigen Zeichen nicht glauben, werden ewig Bewohner der Hölle sein.
11. O ihr Gläubigen! Gedenkt der Gunst, die Gott euch erwiesen hat, als sich eine Schar von Ungläubigen eurer beinahe bemächtigt hätte! Da hat Er sie abgehalten. Fürchtet Gott! Auf Gott allein haben sich die Gläubigen zu verlassen.
12. Gott hat einst die Verpflichtung der Kinder Israels entgegengenommen und unter ihnen zwölf Oberhäupter berufen. Gott sprach: "Ich bin mit euch. Wenn ihr das Gebet verrichtet, die Pflichtabgaben entrichtet, an alle Gesandten glaubt, ihnen beisteht für Gottes Sache und Spenden gebt, werde Ich euch gewiß eure Sünden verzeihen und euch in Paradiesgärten führen, unterhalb derer Flüsse fließen. Wer dann ungläubig wird, der hat gewiß den geraden Weg verfehlt."
13. Weil sie ihre Verpflichtung brachen, haben Wir sie verdammt. Ihre Herzen sind hart geworden. Sie verdrehten bewußt Gottes Worte in der Schrift, und sie vergaßen einen Teil der offenbarten Gebote und Verbote. Du wirst immer wieder von ihrer Seite Betrug und Verrat erleben. Nur wenige von ihnen sind ausgenommen. Vergib ihnen und sei nachsichtig! So tust du ein gutes Werk; Gott liebt diejenigen, die Gutes tun.
14. Von denen, die sagten: "Wir sind Christen", nahmen Wir die Verpflichtung entgegen, wirklich zu glauben. Sie vernachläßigten einen Teil der an sie gerichteten Ermahnung. Deswegen ließen Wir zur Strafe Feindseligkeit und Haß unter ihnen aufkommen bis zum Jüngsten Tag. Am Jüngsten Tag wird Gott ihnen die üblen Taten, die sie begangen haben, vorhalten und sie zur Rechenschaft ziehen.
15. O ihr Schriftbesitzer! Zu euch ist Unser Gesandter (Muhammad) gekommen, um euch viel von dem, was ihr verborgen gehalten habt, zu erläutern, und vieles wird er übergehen. Zu euch ist von Gott ein Licht und ein klares Buch gekommen.
16. Mit diesem Buch (dem Koran) leitet Gott diejenigen auf die Wege des Heils, die sich um Sein Wohlgefallen bemühen. Er führt sie mit Seiner Ermächtigung aus der Finsternis ans Licht und bringt sie auf den geraden Weg.
17. Dem Unglauben haben sich diejenigen verschrieben, die behaupten, Gott sei Jesus Christus, Marias Sohn. Sprich: "Wer könnte gegen Gott etwas unternehmen, wenn Er beschlossen hätte, Jesus Christus, Marias Sohn, seine Mutter und die gesamten Erdenbewohner zu vernichten?" Gott ist der Herr über Himmel und Erde und über alles, was dazwischen liegt. Er schafft, was Er will, und Seine Macht ist absolut uneingeschränkt.
18. Die Juden und die Christen sagen: "Wir sind Gottes Söhne und Lieblinge." Sprich: "Wenn es so ist, warum bestraft Er euch dann für eure Sünden? Ihr seid Menschen wie die anderen, die Er erschuf. Er vergibt, wem Er will, und Er bestraft, wen Er will. Gott ist der Herr über Himmel und Erde und über alles, was dazwischen liegt. Bei Ihm endet jeder Lebensweg.
19. O ihr Schriftbesitzer! Zu euch ist Unser Gesandter gekommen, um euch nach einer Zeit, in der es keine Gesandten gab, über den wahren Glauben aufzuklären, damit ihr nicht sagt: "Zu uns ist kein Verkünder von frohen Botschaften und kein Warner gekommen. " Zu euch ist nun fürwahr ein Verkünder von Freudenbotschaften und ein Warner gekommen. Gott kann alles, ist Seine Macht doch absolut uneingeschränkt.
20. Einst sprach Moses zu seinem Volk: "O mein Volk! Gedenkt der Gunst, die Gott euch dadurch erwies, daß Er aus euren Reihen Propheten bestimmte, daß Er euch königliche Souveränität verlieh und euch so viele Gaben schenkte, wie keinem in der Welt zuvor!
21. O mein Volk! Tretet in das heilige Land ein, wie Gott es euch vorgeschrieben hat, und wendet euch nicht ab, sonst werdet ihr die Verlierer sein!"
22. Sie sagten: "Moses! Dort sind sehr mächtige Menschen. Wir werden nicht eher dorthin gehen, bis sie herausgekommen sind. Verlassen sie es nicht, so betreten wir es nicht."
23. Zwei Männer der frommen Schar, denen Gott besondere Gunst erwiesen hatte, sagten: "Tretet durch das Tor ein! Wenn ihr eingetreten seid, werdet ihr siegreich sein. Verlaßt euch auf Gott, wenn ihr wirklich gläubig seid!"
24. Sie sagten: "Moses! Wir treten niemals ein, solange sie dort sind. Gehe du mit deinem Herrn und kämpft gegen sie! Wir bleiben hier sitzen!"
25. Er rief: "Herr! Ich kann nur für meinen Bruder (Aaron) und für mich sprechen. Dein Urteil möge uns beide von dem frevelhaften Volk trennen und uns nicht belangen."
26. Gott sprach: "Dieses Land sei ihnen vierzig Jahre lang verwehrt. Sie sollen auf Erden umherirren. Sei nicht betrübt über diese Frevler!"
27. Trage ihnen die wahre Geschichte der beiden Söhne Adams (Kain und Abel) vor, wie sie Gott Opfer darboten! Das Opfer des einen wurde angenommen, das des anderen nicht. Da sagte letzterer zu seinem Bruder: "Ich werde dich töten." Darauf antwortete der andere: "Gott nimmt Opfer nur von den Frommen an.
28. Wenn du deine Hand ausstreckst, um mich zu töten, werde ich meine nicht ausstrecken, um dich zu töten, denn ich fürchte Gott, den Herrn der Welten.
29. Ich will, daß du dir deine Schuld gegen mich und deine sonstige Schuld auflädst, so daß du im Jenseits zu den Höllenbewohnern gehörst, eine Vergeltung, die sich alle Ungerechten zuziehen."
30. Er scheute sich nicht, den Todesbeschluß zu fassen, und so erschlug er seinen Bruder und reihte sich unter die schlimmsten Verlorenen ein.

1-30 | 31-60 | 61-90 | 91-120
Powered by: